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natureplus als Nachweis anerkannt

Die DGNB anerkennt das natureplus-Label neuerdings auch für die Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit von Materialien.

Die neue BEG-Wohnbauförderung der deutschen Bundesregierung, in der das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) als Voraussetzung gilt, hat die hierfür zugrundeliegenden Gebäude-Zertifizierungssysteme jetzt auch für die Masse der Bauinteressenten in den Fokus gerückt. Allein schon wegen dem Vorhandensein von Wohnbaustandards auch für kleine Wohngebäude hat hierbei die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), mit der natureplus schon lang kooperiert, eindeutig die Nase vorn. (Siehe hierzu auch die Meldung "BEG, NH-Klasse und QNG" auf dieser Seite.) Für die Erfüllung von deren Anforderungen liefert natureplus schon seit Jahren Nachweise, die sich jetzt, wenn diese Standards breit angewendet werden, für die Anbieter natureplus-zertifizierter Produkte direkt auszahlen. Dieser Tage hat die DGNB die Anerkennung des natureplus-Umweltzeichens als Nachweis für bestimmte Produkteigenschaften bis 2023 verlängert und auf neue Eigenschaften ausgeweitet.

Bisher schon war natureplus als Nachweis der höchsten Qualitätsstufe im DGNB-Kriterium ENV 1.2 "Risiken für die lokale Umwelt" anerkannt. Hier geht es v.a. um das Thema Formaldehyd in Holzwerkstoffen, aber auch um VOC-Belastungen. Außerdem ist natureplus als Nachweis im DGNB-Kriterium ENV 1.3 "Verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung" über alle Produktgruppen hinweg in der Eingangsstufe anerkannt. Hier geht es vor allem um den nachhaltigen Ressourcenabbau oder die nachhaltige Gewinnung nachwachsender Rohstoffe sowie um die Einhaltung sozialer Mindeststandards. Dies wird durch die natureplus-Prüfung gewährleistet. Für bestimmte Produktgruppen mit in der Prüfung nachgewiesen hohem Einsatz von Sekundärrohstoffen (Dämmstoffe aus Zellulose und Schaumglas, OSB-Platten) gilt das natureplus-Label als Nachweis der höchsten Qualitätsstufe 2.2 im DGNB-Kriterium ENV 1.3.

Neu hinzugekommen ist die Anerkennung von natureplus im DGNB-Kriterium TEC 1.6 "Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit". Hier sind wiederum in der Qualitätsstufe 1 beim Thema Baustoffauswahl unter Recyclingaspekten natureplus-zertifizierte Dämmstoffe aus Zellulose, Holzfasern und Holzschnitzeln wegen deren leicht möglicher Wiederverwendung oder Weiterverarbeitung anerkannt. In der höchsten Qualitätsstufe 2 "Rückbau-freundlich" rangieren natureplus-zertifizierte Bauelemente aus Holz, weil die natureplus-Anforderungen vorsehen, dass die einzelnen Komponenten dieser Bauelemente leicht mechanisch voneinander trennbar sein müssen. Es ist überhaupt das erste Label, das von der DGNB in diesem Kriterium anerkannt wurde.

Durch die Neuorientierung der Bundesregierung auf eine ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit im Gebäudebereich und weg von der einseitigen Fixierung auf die Energieeffizienz in der Nutzungsphase gerät also natureplus neu in den Fokus. "Der ganzheitliche Ansatz unseres Labels, das sich Klimaschutz, Gesundheitsschutz und Ressourcenschonung gleichermaßen verschrieben hat, erweist sich nun als Vorteil", so natureplus-Geschäftsführer Tilmann Kramolisch. Dieser Vorteil soll nun den zahlreichen Herstellern zugutekommen, die den Aufwand in der Vergangenheit nicht gescheut haben und über 600 Bauprodukte nach den Kriterien des natureplus-Umweltzeichens zertifiziert haben. "Die neuen Förderkriterien zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und sind eine Belohnung für diejenigen, die diesen Weg mit uns gegangen sind", so Kramolisch.

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